Arthrose

Was ist Arthrose?

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkkrankheiten und beschreibt den Zustand nach Zerstörung der Knorpelschicht eines Gelenks und den damit einhergehenden Knochenveränderungen. Der betroffene Patient verliert dadurch die Fähigkeit, sich frei zu bewegen. Das Gelenk entzündet sich, schwillt an und schmerzt. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüften, aber auch jedes andere Gelenk kann erkranken.

Alle therapeutischen Maßnahmen dienen letztendlich dazu, die optimale Beweglichkeit wieder herzustellen. Die regelmäßige und ausreichende Bewegung der betroffenen Gelenke kann dabei helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Ziel einer nachhaltigen Behandlung sollte sein, nicht nur die Folgeerscheinungen einer Arthrose zu bekämpfen, sondern gleich bei den Ursachen anzusetzen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapiemöglichkeiten einer Arthrose sind sehr vielfältig und abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Prinzipiell wird zwischen konservativer Therapie, medikamentöser Therapie und operativen Maßnahmen unterschieden.

Konservative Therapie

Gezielte Bewegung/ Physiotherapie

Basis der Behandlung einer Arthrose ist immer gezielte Bewegung mit Hilfe der Physiotherapie. Durch die Krankengymnastik werden versteifte Gelenke mobilisiert und die Muskulatur gekräftigt, eine Grundvoraussetzung zur Entlastung der arthrotischen Gelenke. Die Bewegung sorgt außerdem dafür, dass der Knorpel ausreichend mit Nährstoffen aus der Gelenkflüssigkeit versorgt wird.Die Krankengymnastik kann durch weitere Formen der Physiotherapie wie Massagen, Wärme- oder Kälteanwendungen und Elektrotherapie unterstützt werden. Diese Therapieformen sorgen ebenfalls dafür, dass sich die Gelenkfunktion verbessert, die Muskulatur gekräftigt und Schmerzen gelindert werden.

Ernährung im Fall von Übergewicht

Ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Therapie kann, falls erforderlich, die Reduktion des Körpergewichtes sein. Am Anfang sollte hier eine Ernährungsberatung stehen, welche Anleitungen für eine gesunde Ernährungsumstellung gibt.

Medikamentöse Therapie

Eindämmung des Entzündungsprozesses

Wie die Physiotherapie können auch die anderen Therapieformen die Arthrose nicht per se beseitigen. Im Falle einer akuten Arthrose ist es jedoch möglich, den Entzündungsprozess aufzuhalten und die Schmerzen zu lindern.

Antirheumatika
Die Basis der medikamentösen Arthrosebehandlung bilden in der Regel die nicht-steroidalen Antirheumatika, d.h. Schmerzmittel und Entzündungshemmer, die in der Regel in Tablettenform eingenommen werden. Die Wirkung setzt meist schnell ein. Oft wird so erst eine krankengymnastische Behandlung mit gezielten Bewegungsübungen ermöglicht.

Kortison
Ist die Entzündung sehr stark und mit Antirheumatika nicht effektiv genug einzudämmen, wird häufig mit Glukokortikoiden (Kortison) behandelt, die stark entzündungshemmend und dadurch im Verlauf auch schmerzlindernd wirken. Glukokortikoide werden zudem oft angewendet, wenn eine akute Entzündung von einem Gelenkerguss begleitet wird.

Wir bieten unseren Patienten verschiedene Arthrose-Therapien an:

Hyaluronsäure: eine Art "künstliche Gelenkflüssigkeit" - eine Verbesserung der Gelenkfunktion ohne Einsatz von Cortisonpräparaten. Hyaluronsäure erhöht die Gelenkbeweglichkeit und lindert den Schmerz. Sie ergänzt die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit und regt zusätzlich die körpereigene Hyaluronsäureproduktion an. Man kann Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen gewinnen, was jedoch eine Eiweiß-Allergie nach sich ziehen kann. Wir verwenden ein Präparat, welches auf biotechnologischem Weg hergestellt wird. Seine Reinheit und klinisch belegte Wirkung machen es zu einem sicheren und wirksamen Arthrose-Medikament = "Damit es wieder läuft wie geschmiert."

Operative Maßnahmen

Erhalt oder Ersatz von Gelenken

Konnte mit den anderen Maßnahmen nicht der gewünschte Erfolg erzielt werden, ist eine Operation nicht mehr vermeidbar. Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Operationsarten unterschieden, in denen entweder das Gelenk erhalten (Arthroskopie), versteift oder ersetzt (Endoprothese) wird. Denkbar ist aber auch eine Knorpelersatzoperation.

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